Stellenangebote



Karriere Newsletter


LZjobs als Startseite

LZjobs

Legen Sie LZjobs mit einem Klick als Ihre Startseite fest.

21.05.2013

Karriere News


Der Abwärtstrend setzt sich fort

Freitag, 04.05.2012

Handelsunternehmen rutschen im Trendence-Arbeitgeberranking erneut auf breiter Front ab – Sonderauswertung für die LZ / Von Christiane Düthmann
LZnet. Auch 2012 büßt die Branche Sympathien beim potenziellen Nachwuchs ein. Der Handel verliert im Arbeitgeberranking konsumgüteraffiner Studenten, das vom Trendence-Institut exklusiv für die LZ erstellt wird. Bei der Industrie ist das Bild uneinheitlich. Red Bull landet einen Überraschungserfolg.

Ob Aldi Süd, Metro, Lidl oder Rewe: Der Handel befindet sich in der Gunst der Studenten weiterhin auf dem absteigenden Ast. Aldi Süd, vor zwei Jahren noch auf Platz 15 und 2011 auf 19, landet im diesjährigen Ranking der Lieblings-Jobadressen handels- und konsumgüteraffiner Studenten an 26. Stelle.

Damit ist der Discounter neben Metro (2010: 17, 2011: 23) der bestplatzierte Lebensmittelhändler in der Liste. Betrachtet man die Arbeitgeber-Favoriten der BWL-Studenten ingesamt, verliert Aldi Süd von 2010 bis heute zehn Plätze und landet an 39. Stelle. Metro steigt sogar 21 Plätze ab und rangiert nun auf Position 63.

Lidl ist bei den konsumgüteraffinen Befragten in den vergangenen zwei Jahren von Position 24 auf 37 gerutscht, Rewe von Platz 28 auf 39. Und das, obwohl der Handel seine Arbeitgeberqualitäten seit geraumer Zeit nachdrücklich in Szene setzt – sei es in Form von aufwendigen Imagekampagnen oder mit Aktivitäten an Hochschulen, im Social Web oder auf seinen Karriere-Websites.

Professionelles Personalmarketing betreiben heute fast alle

Das aber reicht nicht, um sich in der Aufmerksamkeit der Zielguppe zu verankern, meint Trendence-Geschäftsführer Holger Koch. "Denn angesichts des aufziehenden Fachkräftemangels betreiben nahezu alle Unternehmen professionelles Personalmarketing und investieren viel in ihre Employer Brands." Das sei inzwischen keine Besonderheit mehr, "sondern eher Vorrausetzung, um überhaupt mitspielen zu können".

Zudem spiele das gesamtwirtschaftliche Umfeld eine große Rolle: "Während der Krise hatte der Handel zum Teil von der Schwäche der Exportbranche profitiert", argumentiert Koch. Nun aber seien Automobil- und klassische Industrieunternehmen wieder im Kommen und konkurrieren um die Gunst der Youngsters.

Die Exportbranche meldet sich zurück

Die wissen mittlerweile, dass sie eine gesuchte Spezies darstellen und treten entsprechend selbstbewusst auf. Konsumgüteraffine Studenten erwarten Einstiegsvergütungen von durchschnittlich 41600 Euro. Das sind 1700 Euro weniger, als die BWL-Studenten insgesamt angeben. Die erwartete Wochenarbeitszeit liegt bei 44,5 Stunden.

Bei den Markenartiklern ist das Bild uneinheitlich. Die deutschen Hersteller Henkel (13), Dr. Oetker (15) und Bahlsen (22) können sich gegenüber 2011 verbessern, Beiersdorf (sechs) verliert drei Plätze. Unilever schiebt sich um fünf Notierungen vor auf Platz drei hinter Adidas und Apple.

Stabile Spitzengruppe

L’Oréal rutscht von Platz zwei auf vier, Coca-Cola von Platz vier auf acht. Procter kann seine fünfte Position behaupten. Auch Nestlé (zehn, Vorjahr: neun) präsentiert sich stabil. Wie die 20 Bestplatzierten insgesamt: Es gibt darunter nur drei Neueinsteiger.

Einer davon ist Red Bull. Der Energiedrinkhersteller katapultiert sich aus dem Nichts auf den elften Platz. Was Trendence-Chef Koch auf dessen stark ausgebaute Medienaktivitäten und den Gewinn der Formel 1 zurückführt. "Solche Erfolge haben häufig Effekte auf die Arbeitgebermarke." Der Handel indes muss sich weiterhin anstrengen, um in diesem Rennen nicht noch weiter zurückzufallen.

INFOGRAFIK

Top 50 Arbeitgeber der handels- und konsumgüteraffinen Studenten 2012

Rang Unternehmen Rang
Vorjahr
Tendenz Rang
Business 2012
gesamt
1 Adidas 1 +- 7
2 Apple 7 + 12
3 Unilever 8 + 22
4 L'Oréal 2 - 19
5 Procter & Gamble 5 +- 22
6 Beiersdorf 3 - 25
7 Ikea 6 - 25
8 Coca-Cola 4 - 21
9 Hugo Boss 11 + 27
10 Nestlé 9 - 38
11 Red Bull - + 27
12 Nike 10 - 50
13 Henkel 15 + 39
14 Puma 13 - 63
15 Dr. Oetker 18 + 39
16 Ferrero 14 - 54
17 Tchibo 11 - 76
18 Audi 21 + 1
19 Peek & Cloppenburg 16 - 44
20 BMW 22 + 2
21 Kraft Foods 17 - 76
22 Bahlsen 25 + 83
23 Google 27 + 10
24 Lufthansa 29 + 4
24 Otto Group 20 - 63
26 Aldi Süd 19 - 39
26 Metro Group 23 - 63
28 IBM 46 + 44
29 Douglas-Gruppe 30 + 63
30 Porsche 25 - 3
31 Sony 24 - 63
32 Pro Sieben Sat 1 Media 32 +- 22
33 Volkswagen 27 - 6
34 Siemens 40 + 9
35 Bosch Gruppe 42 + 8
36 Daimler 37 + 5
37 Lidl 35 - 91
37 Philips 34 - 91
39 Mars 31 - 117
39 Rewe Group 33 - 70
41 Bertelsmann 44 + 39
42 Auswärtiges Amt 35 - 15
43 Ebay 38 - 83
43 GfK 49 + 70
43 Philip Morris 43 +- 107
46 Axel Springer 49 + 52
46 BASF 46 +- 18
48 Microsoft - + 59
48 SAP - + 30
48 Schott - + 107
48 ZDF - + 43
Quelle: Trendence Institut - Mai 2012

[+] Infografik vergrößern